Devisengeschäfte sind risikoreich. Waren sie früher ausschließlich institutionellen Anlegern vorbehalten, können mittlerweile auch Privatanleger mit Devisen spekulieren. Hier werden Funktionsweise und Risiken gezeigt.
Der Markt für Devisen ist der größte Einzelmarkt überhaupt. Currency Trading an der internationalen Devisenbörse umfasst ein tägliches Marktvolumen von bis zu 4 Trillionen US-Dollar. Es handelt sich um Tauschgeschäfte von Währungen. Dabei sind die Marktteilnehmer Anbieter und Nachfrager zugleich. Will jemand Dollar gegen Euro tauschen, so ist er Nachfrager für den Euro und Anbieter des Dollars. Je nach Angebot und Nachfrage nach den einzelnen Währungen steigen oder sinken die Wechselkurse. Diese Wechselkursschwankungen sind wichtige wirtschaftliche Indikatoren, sie zeigen die Attraktivität eines Landes für Investoren und beeinflussen erheblich die Kostensituation international tätiger Unternehmungen.
Früher waren für Geschäfte dieser Art nur institutionelle Anleger, wie Banken, Versicherungen oder große Industrieunternehmungen, zugelassen. Mittlerweile dürfen auch Privatpersonen solche Devisengeschäfte tätigen, wobei sie sich hier immer an börsenzugelassene Makler wenden müssen. Das Geschäft mit Devisen erfordert hohe Sachkenntnis, eine hohe Verfügbarkeit liquider Mittel und das Wissen um das Risiko, das mit solchen Transaktionen verbunden ist. So müssen pro Geschäft 2 % der Transaktionssumme an Sicherheiten hinterlegt werden. Je nach Kursverlauf kann es vorkommen, dass bei Fehlspekulationen nicht nur diese Sicherheitssumme verloren geht, sondern dass der Devisenspekulant im Falle eines Verlustes, der die Sicherheitsleistung übersteigt, sogar noch Gelder nachschießen muss.